Glück im Unglück

Ganz in Gedanken versunken, hatte ich nicht auf den Weg geachtet und fand mich nun mit beiden Beinen in einer riesengroßen, dreckigen Pfütze wieder. Bäh! Mit einem schnellen Schritt versuchte ich mich auf einen Platz außerhalb dieser Wasserlacke zu manövrieren. Huh, geschafft. Aber ein Blick auf meine Beine machte mir schnell klar: Ja, ich sah aus wie ein Schmutzfink! Daran gab es nichts zu rütteln und zu schütteln. Scheibenkleister! Verdammt! Wieso musste mir das gerade jetzt passieren? Nicht mal 30 Minuten vor meinem wichtigen Termin bei meiner Bankberaterin. Und als Schmutzfink einen Kredit zu beantragen, macht sicherlich kein gutes Bild. Während ich hin und her überlegte, hob ich meinen Blick und dabei fiel mir das Straßenschild ins Blickfeld. Friedrich-Ebert-Straße stand da. Friedrich-Ebert-Straße? Da wohnt doch meine Schwester Friederike! Und schon kam mir eine Idee, fabelhaft! Wenn ich mich schickte, könnte ich bei ihr vorbeischauen und mir eine Hose von ihr leihen. Den Schlüssel für ihre Wohnug hatte ich eh dabei, da ich bei ihr später vorbeigehen sollte. Friederike war für zwei Wochen nach Mallorca geflogen, beneidenswerterweise. In der Zwischenzeit sollte ich die Post aus ihrem Briefkasten nehmen und auf ihren Küchentisch legen. Und da wir beide die gleiche Figur haben, könnte ich mir also ohne größere Probleme eine Hose mopsen, äh leihen. Nachdem Friederike erst in etwa einer Woche heimkommen würde, könnte ich ihre Hose wieder waschen und dann gebügelt in ihren Kleiderschrank legen. Perfekt! Gedacht, getan! So konnte ich meinen Banktermin noch ordentlich gekleidet über die Bühne bringen.

Dieser Text entstand durch die Anregung der abc.etüden von Christiane. Herzlichen Dank hierfür. Die drei von Judith gestifteten Begriffe „Schmutzfink“, „fabelhaft“ sowie „mopsen“ sollten in einem Text mit max. 300 Wörtern eingebaut werden.

15 Gedanken zu “Glück im Unglück

  1. Hallo und herzlich willkommen bei den Etüdenverrückten! Schön, dass du uns gefunden hast! 😀
    Danke für den Kommentar bei mir und den Linkversuch, dazu zwei Dinge: Bitte bei der Schreibeinladung kommentieren (und nur da), du hast bei meiner Etüde kommentiert. Ich möchte mir nicht merken müssen, wer wo kommentiert hat, und die Kommentare bei der Schreibeinladung sind auch dazu da, dass andere dich finden. Zweitens: Bitte die jeweils aktuelle Schreibeinladung, aus der du die Wörter nimmst, verlinken (du hast die Kategorie verlinkt), damit der Ping auch an der richtigen Stelle ankommt. Bitte fühl dich nicht dumm angemacht, darum geht es überhaupt nicht, es macht mir nur die Organisation leichter. Und wenn du noch irgendwas an Fragen hast: Immer gerne her damit! 🙂
    Herzliche Grüße
    Christiane 😀

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  2. Pingback: Schreibeinladung für die Textwochen 45.46.20 | Wortspende von Kain Schreiber | Irgendwas ist immer

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