Impulswerkstatt: „Mäh“ …

So würden mich die Schafe wohl begrüßen, wenn sie einen Laut von sich geben würden. Und auch wenn sie sich ziemlich still verhalten, erinnern sie mich dennoch an meine Studienzeit …

Im vorletzten Semester meines Studiums durften/ mussten wir im Rahmen eines Faches unsere interdisziplinären Fähigkeiten stärken. Deshalb saßen wir zum einen mit Studenten aus weiteren Studiengängen zusammen im Unterrichtsraum. Zum anderen ging es im Fach namens „„Versunkene Welten, verstaubte Ecken – wie Arbeit und Ordnung funktionieren“ darum, wie die Alte Schäferei (ein Gerätemuseum des Landkreises Coburg) ihr Museumsentwicklungskonzept weiterentwickeln könnte. Dazu sammelten wir Ideen, die wir zu Projektvorschlägen ausarbeiteten und den Museumsmitarbeiterinnen vorstellten. Darunter waren solche Ideen, wie „Heiraten in der Alten Schäferei“ oder ein neuer Themen-Spazierweg um das Museum herum.

Meine Gruppe hingegen entschied sich für ein Werbemittel: So entwarfen wir den Plot für einen Imagefilm, der als Werbung für das Museum dienen sollte.

Unser Film sollte dabei im Museumsdepot starten und dort einen Schäfer zeigen, der durch das alte und staubige Gemäuer geht. Dabei stößt er auf ein Bild, über das ein Laken gehängt ist. Als der Schäfer neugierig darauf zu geht und das Laken wegzieht, beginnt auf dem Bild ein Film an zu laufen.

Dabei sieht der Schäfer und mit ihm der Zuschauer die Schäferei entweder als Luftaufnahme oder von vorne. Als nächstes schwenkt die Kamera auf eine Schafsherde und zoomt diese näher heran. Eines der Schafe, Karl der Bock, löst sich aus der Herde und winkt dem Zuschauer zu. Als nächstes verändert er sich vom reellen Schaf zum Animationsschaf und begleitet den Zuschauer von da ab durch den Film. Als nächstes folgt der Zuschauer Karl dem Bock in den alten Schafsstall.

Dort setzt er zuerst ein Häufchen und läuft rot an. Doch diese Peinlichkeit ist schnell vergessen, denn er stellt fest, dass sein Ipad vibriert. Und nach einem Blick darauf findet er die neuesten Nachrichten der Alten Schäferei, welche einige Beispiele des museumspädagogischen Angebots (z. B. Brot backen, etc.) zeigen. Danach hört er plötzlich Musik, welche nicht aus seinem Ipad kommt, sondern von draußen. Karl der Bock macht sich mit coolen Bewegungen auf den Weg in die Wirtsstube, wo gerade musiziert wird. Dort sieht er sich kurz um, bevor er weiter in den Biergarten geht und seinen Blick über die Gäste in Richtung Sonnenuntergang schweifen lässt. Er entdeckt nun den Schäfer, welcher außerhalb des Bildes im Museumsdepot steht. Der Schäfer winkt dem Schaf zu und dieses macht sich auf den Weg zum ihm. Nach einem Perspektivwechsel sieht der Zuschauer das Bild aus Sicht des Schäfers. Das Animationsschaf kommt ihnen entgegen, es springt aus dem Bild und landet als reelles Schaf neben dem Schäfer. Karl der Bock und der Schäfer gehen nun in Richtung Ausgang des Museumsdepots, womit der Film endet.

Inwieweit die Alte Schäferei den Film tatsächlich umgesetzt hat oder noch umsetzen wird, weiß ich leider nicht. Zumindest konnte ich leider auf der Internetseite des Museums nichts dazu entdecken.

Dieser Text entstand durch eine Bildanregung der Impulswerkstatt von Myriade. Mit ihren eingestellten Bildern regt sie die Besucher ihres Bloges an, kreative Texte zu erstellen. Vielen Dank hierfür!

8 Gedanken zu “Impulswerkstatt: „Mäh“ …

  1. Das wäre aber echt schade, wenn die Idee nicht umgesetzt worden wäre! Die Sache mit dem Häufchen und dem rot anlaufen des Schafs zB finde ich ganz süß ! Eine neue Beitragsart zur Impulswerkstatt, ein Drehbuch. Du machst mir Freude ! Vielen Dank für den netten und schnellen Beitrag!!

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